Aktuelles aus Medien, Forschung und Wissenschaft

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  • Neuigkeiten aus der Wissenschaft, z.B. Studien zu Neurodermitis-Therapien

  • Meldungen aus Medien zur Neurodermitis-Forschung

Langzeitstudie: Allergie-Risiko geht durch Babys Magen

Fotocredit: PhotoAlto Baby care

Vier Monate hypoallergene Ernährung: Zwanzig Jahre geringeres Risiko für Neurodermitis

Vier Monate hypoallergene Ernährung: Zwanzig Jahre geringeres Risiko für Neurodermitis. So werden in einer Pressemitteilung des Vereins  Deutsche Haut- und Allergiehilfe (DHA)  die aktuellen Ergebnisse der weltweit größten Untersuchung zum Einfluss frühkindlicher Ernährung auf die Entwicklung von Allergien (GINI-Studie*) zusammengefasst. Dabei gilt laut DHA: „Hypoallergen“ allein reicht nicht.

Nicht jede hypoallergene (HA)-Säuglingsnahrung ist gleich gut zur Allergievorbeugung geeignet. Das haben bereits die Zwischenergebnisse der GINI-Studie nach 5, 10 und 15 Jahren gezeigt. Die abschließende Auswertung nach 20 Jahren bestätigt diese Erkenntnis. Dabei hat so genanntes partielles Molkenhydrolysat die Nase vorn, also HA‑Säuglingsmilch auf Kuhmilchbasis, bei der die potenziell allergenen Eiweißbereiche nur teilweise aufgespalten wurden: Es reduziert im Vergleich zu herkömmlicher Säuglingsnahrung das Risiko, bis zum zwanzigsten Lebensjahr an Neurodermitis zu erkranken, um 41 Prozent. Erstmals zeigt die Studie auch einen deutlichen Effekt von partiellem Molkenhydrolysat auf das Asthmarisiko: Im Zeitraum zwischen dem 16. und 20. Lebensjahr erkrankten 56 Prozent weniger Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Asthma als in der Vergleichsgruppe.

*Die GINI-Studie (German Infant Nutritional Intervention) ist eine Langzeitbeobachtung von Kindern, die ein erhöhtes familiäres Risiko für eine spätere allergische Erkrankung haben und aus zwei Regionen Deutschlands stammen (München und Wesel jeweils mit Umgebung).Ziel der GINI-Studie war es zunächst zu untersuchen, ob mit der frühkindlichen Ernährung die Entwicklung allergischer Erkrankungen beeinflusst werden kann sowie darüber hinaus den natürlichen Verlauf atopischer Erkrankungen (Asthma, Heuschnupfen, Neurodermitis) zu beobachten. Aus Kindern wurden junge Erwachsene und weitere Forschungsthemen kamen hinzu – wie zum Beispiel seelisches Befinden, Lungenfunktion, Ernährung, Gewicht und körperliche Aktivität.

An der Auswertung nach 15 Jahren nahmen 2252 Kinder mit erhöhtem Allergierisiko teil, die in den ersten vier Lebensmonaten entweder gestillt wurden oder eine von vier Studiennahrungen erhalten hatten:

a) HA-Säuglingsnahrung mit moderat aufgespaltenem Molkenprotein (Nestlé Beba-HA)
b) HA-Säuglingsnahrung mit stark aufgespaltenem Molkenprotein (HIPP-HA, damals Nutrilon Pepti, in dieser Form nicht mehr verfügbar)
c) Therapeutische Säuglingsnahrung auf Kaseinbasis (Nutramigen)
d) Standard-Säuglingsmilch auf Kuhmilchbasis (Nutrilon Premium)

Eine deutliche (statistisch bedeutsame) Risikoreduktion wurde auch mit therapeutischer Kaseinnahrung4c erzielt. Diese ist für Säuglinge mit bestehender Allergie gegen Molkenprotein gedacht und nur in Apotheken erhältlich.

Viel hilft nicht immer viel

Für HA‑Nahrung mit stark aufgespaltenem Milcheiweiß (extensives Molkenhydrolysat) hingegen lässt sich nach den Studienergebnissen keine statistisch bedeutsame vorbeugende Wirkung belegen. Das bedeutet: Die Bezeichnung „hypoallergen“ allein ist kein verlässlicher Hinweis auf eine allergievorbeugende Wirkung. Vielmehr muss dies für jede Nahrung in seriösen wissenschaftlichen Studien belegt werden. Eine Orientierungshilfe bieten entsprechende Packungsaufdrucke.

Welche Babys brauchen überhaupt HA-Nahrung?

Viele Babys kommen aufgrund einer erblichen Vorbelastung mit einem erhöhten Allergierisiko auf die Welt. Eine der wichtigsten vorbeugenden Maßnahmen ist es, das Kind in den ersten vier Lebensmonaten konsequent hypoallergen zu ernähren. Das funktioniert am einfachsten durch Stillen, denn Muttermilch enthält so gut wie kein körperfremdes Eiweiß und kann bei Säuglingen keine Allergie gegen Milcheiweiß auslösen. So praktisch und gesund es auch ist: Nicht für jede Mutter ist Stillen eine Option. In diesem Fall brauchen allergiegefährdete Kinder hypoallergene Säuglingsnahrung (HA) mit Wirksamkeitsnachweis.

Zum Nachlesen

Der Ratgeber „Allergien vorbeugen – gesunde Entwicklung fördern“ fasst die wichtigsten relevanten Erkenntnisse aus der Forschung leicht verständlich zusammen und gibt eine Menge praktischer Ernährungstipps von der Schwangerschaft bis zum Kleinkindalter. Die Broschüre ist kostenlos und kann postalisch oder im Internet angefordert werden. Bestelladresse: Deutsche Haut- und Allergiehilfe e.V., Heilsbachstraße 32, 53123 Bonn,

www.dha-allergien-vorbeugen.de

03/2021

Per App Neurodermitis-Schüben vorbeugen

Ärzte können Anwendung der Nia-App unkompliziert empfehlen

Rund 4,5 Millionen Menschen in Deutschland leiden unter Neurodermitis. Trockene, gerötete Haut und Juckreiz begleiten die Betroffenen oft ein Leben lang. Besonders belastend: Die Symptome treten meist in Schüben auf, die für die Patienten nicht immer nachvollziehbar sind. Die smarte App Nia hilft Betroffenen und ihren Angehörigen, mögliche Auslöser zu identifizieren und Schübe von Neurodermitis so zu vermeiden. Durch eine Kooperation mit CompuGroup Medical (CGM) können Ärztinnen und Ärzte die App nun direkt aus ihrer Praxissoftware heraus empfehlen, Betroffene können sie noch leichter herunterladen.

Schübe von Neurodermitis können unterschiedliche, höchst individuelle Auslöser haben – etwa häufiges Händewaschen, bestimmte Stoffe in der Kleidung, in Kosmetika oder auch Stress. Mit Nia können Patienten den Zustand ihrer Haut dokumentieren und mögliche Auslöser verfolgen. Künftige Schübe lassen sich damit vermeiden. Die Anwendung gibt ihren Nutzern Tipps, die von Experten validiert sind und die sie sofort umsetzen können. Außerdem helfen die Erkenntnisse bei der Vorbereitung auf ein Arztgespräch.

Seit dem 28. Januar 2021 ist Nia Teil des CGM LIFE Partnerprogramms. Ärztinnen und Ärzte können die Anwendung direkt aus ihrem Arztinformationssystem (CGM TURBOMED, CGM MEDISTAR, CGM ALBIS oder CGM M1 PRO) empfehlen. Mit dem APP VERORDNUNGSCENTER stellt CompuGroup Medical allen Entwicklern von Gesundheits-Apps eine Plattform zur Verfügung, um deren Anwendungen nachhaltig in die Versorgungslandschaft zu integrieren. Patienten können sich außerdem im Health Center auf www.clickdoc.de über alle teilnehmenden Apps informieren und diese herunterladen.

Für Funktion und Inhalte der App arbeitet Nia unter anderem mit Wissenschaftlern und Ärzten zusammen. Die Co-Gründerin Dr. Reem Alneebari ist selbst Dermatologin und Mutter einer an Neurodermitis erkrankten Tochter. Das Unternehmen Nia Health ist eine Ausgründung der Charité und gehört bereits zum Leistungsportfolio mehrerer Krankenversicherungen. Zudem kooperiert Nia mit namhaften Unternehmen wie dem Kosmetikhersteller La Roche Posay. 2020 gewann die App den EIT Health Headstart Award.

„Wir sehen in der Partnerschaft ein großes Potenzial, mehr Betroffene über die starke CGM-Infrastruktur zu erreichen“, betont Tobias Seidl, Co-Gründer von Nia Health. Frank Schellmann, Area Vice President Consumer Apps & CLICKDOC bei CGM, ergänzt: „Unser Ziel ist es, mit innovativen, praxisnahen und ganzheitlichen Lösungen die Patientenversorgung zu verbessern. Hier ist Nia eine perfekte Ergänzung.“ Neben der Integration in APP VERORDNUNGSCENTER und CLICKDOC Health Center sind zukünftig weitere Ausbaustufen der Kooperation geplant.

Quelle: https://www.presseportal.de/pm/100921/4836084

02/2021

Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG)

Gründlich Hände waschen und desinfizieren in Zeiten der COVID-19-Pandemie

Die Deutsche Dermatologische Gesellschaft rät Neurodermitikern, trotz ihres Hautbarrieredefekts und der erhöhten Hautempfindlichkeit bei atopischer Dermatitis gründlich die Hände zu waschen und zu desinfizieren. "Nicht-reizende Seifenersatzstoffe (Syndets) sollten in der Intensität verwendet werden, wie sie für Seife empfohlen sind. Nach Hautreinigung und –desinfektion wird bei Patienten mit atopischer Dermatitis und empfindlicher Haut die konsequente Verwendung von rückfettenden Basistherapeutika empfohlen", heißt es in einer Pressemitteilung der DDG.

Zur Pressemitteilung:

Die Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG) ist die wissenschaftliche Fachgesellschaft deutschsprachiger Dermatologinnen und Dermatologen. Die DDG hat heute ihren Sitz in der Mitte Berlins, am Robert-Koch-Platz 7, im Gebäude der Kaiserin-Friedrich-Stiftung, dem ältesten Ärztehaus Deutschlands. Ziele der DDG sind die Förderung der wissenschaftlichen und praktischen Dermatologie, Venerologie und Allergologie und ihrer Spezialgebiete wie Andrologie, Phlebologie und Lymphologie, Proktologie, Dermato-Onkologie, dermatologischen Strahlentherapie, dermatologischen Mikrobiologie, Berufs- und Umweltdermatologie, Dermatohistologie sowie Prävention und Rehabilitation.

03/2020

 

Zur Website der DDG.

NDR-Visite

Neurodermitis: Schwarztee lindert Entzündung der Haut

Die Hautkrankheit Neurodermitis wird oft mit Kortison behandelt, um die Symptome zu lindern, vor allem den Juckreiz. Doch in einigen Fällen kann Naturheilkunde genauso gut helfen wie Medikamente. Wissenschaftlich belegt ist zum Beispiel die antibakterielle und entzündungshemmende Wirksamkeit von Johanniskraut und Süßholz. Bitterstoffe aus dem gelben Enzian oder der Weidenrinde können die Abwehrkräfte der Haut stärken, die sogenannte Hautbarriere. Die Bitterstoffe können die Hautzellen sogar anregen, die bei Menschen mit Neurodermitis fehlenden Fette zu produzieren.

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Quelle: Norddeutscher Rundfunk / NDR

07/2020

Pharmazeutische Zeitung

Mehr Hautschäden durch häufiges Händewaschen

Handhygiene ist mitentscheidend, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Allerdings kann häufiges Reinigen der Finger juckende Ekzeme hervorrufen. In geschädigter Haut können sich dann mehr Erreger einnisten, was wiederum stärkeren Juckreiz auslösen kann. Neurodermitiker sollten  - laut Pharmazeutischer Zeitung - alkoholische Händedesinfektionsmittel benutzen. 

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05/2020

Tipps der Deutsche Haut- und Allergiehilfe:

So wird das tägliche Eincremen nicht zur Nervenprobe

Tägliches Eincremen von Kopf bis Fuß mit einer rückfettenden Pflege ist die Basis jeder Neurodermitistherapie. Das erfordert eine gute Portion Disziplin und ist vor allem für kleine Patienten und ihre Familien eine Herausforderung. Wenn Arbeit, Homeschooling und angespannte Nerven hinzukommen, ist Stress geradezu vorprogrammiert. Die Deutsche Haut- und Allergiehilfe hat ein paar Tipps, damit es mit dem Eincremen besser klappt...

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Quelle: Deutsche Haut- und Allergiehilfe e.V.

Hilfe per App für Neurodermitiker und Angehörige

Patienten und Angehörige erhalten personalisierte Inhalte und Funktionen, die zu mehr Wohlbefinden verhelfen sollen

Aus einem Gründerstipendiumsprojekt an der Berliner Charité wurde "Nia - Deine Neurodermitis-Helferin" als tägliche Begleitung für Neurodermitiker entwickelt. .

Nia soll Neuridermitis-Patienten aller Altersstufen - und auch deren Angehörigen - den Umgang mit der Erkrankung erleichtern. Nutzer der App können u.a. Neurodermitis-Schübe, den aktuellen Zustand der Haut und Symptome wie Juckreiz oder Schlafstörungen dokumentieren.

Dazu bietet die App eine Fotodokumentation und eine SCORAD-Berechnung*, mit der sich der Schweregrad von Ekzemen darstellen lässt.

*SCORAD = Severity Scoring of Atopic Dermatitis". Der SCORAD ist ein international akzeptierter  Messwert zur standardisierten Beurteilung des Hautzustandes und des Ausprägungsgrades des atopischen Ekzems

Nia bietet fundierte Informationen und praktische Umsetzungshilfen für die Anwendung verordneter Therapien. Dabei orientieren sich die  Inhalte am Neurodermitis-Schulungsprogramm der Arbeitsgemeinschaft Neurodermitisschulung (AGNES eV.).

Die Mission von Nia Health:

Dazu heißt es auf der Nia-Website: "Wir nutzen Technologie als Bindeglied zwischen medizinischer Betreuung und Patient. Somit ermöglichen wir die optimale Versorgung für alle chronisch Erkrankten  – unabhängig von Ort und Zeit."

 

Weitere Informationen unter https://www.nia-health.de

März 2020: Ärzteblatt

Balneophototherapie wird Kassenleistung für Patienten mit Neurodermitis

Berlin – Patienten, die an mittelschwerer bis schwerer Neurodermitis leiden, können künftig Methoden der Balneophototherapie als Kassenleistung erhalten. Das hat der Gemeinsame Bundes­aus­schuss (G-BA) am 20.03.2020 entschieden. Grundlage für die Entscheidung sind Studien, die einen höheren Nutzen der Balneophototherapie gegenüber der trockenen UV-Bestrahlung bei Neurodermitis nachweisen konnten.

Die Balneophototherapie kombiniert Wannenbäder unter Zusatz verschiedener Substanzen wie Salz mit einer UV-Lichttherapie, die entweder während (synchron) oder nach dem Bad (asynchron) angewendet wird.

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Quelle: aerzteblatt.de

Januar 2020: NDR-Ernährungs-Docs:

Neurodermitis erkennen und behandeln

Behandlungsansätze müssen individuell auf den einzelnen Betroffenen abgestimmt werden. Das gilt auch für die Ernährungstherapie. Immerhin gibt es einige allgemeine Regeln: So stärkt eine ausgewogene Ernährung den Körper gegen Infekte, die wiederum Schübe auslösen können. Alkohol, Kaffee und starke Gewürze können problematisch sein, weil sie die Durchblutung der Haut steigern, was den Juckreiz verschlimmert. Auch mit schnell resorbierbarem Zucker - wie in Süßigkeiten und Weißmehlprodukten - sparsam umgehen, denn er fördert generell entzündliche Prozesse im Körper. Honig und Dicksäfte sind übrigens keine Alternative zu gewöhnlichem Zucker, das belegen Studien. Denn sie bestehen ebenso wie Haushaltszucker auch vorwiegend aus Saccharose. mehr lesen

Quelle: Norddeutscher Rundfunk / NDR

August 2019: Helmholtz Zentrum München / Allergieinformationsdienst

Neurodermitis und Ernährung: Vieles nur Mythos?

Viele Menschen nehmen an, dass Neurodermitis und Ernährung in einem Zusammenhang stehen. Dementsprechend vielfältig sind die Ratschläge, was Betroffene alles nicht oder gerade bewusst essen sollten. Die zum Teil widersprüchlichen Empfehlungen zur Ernährung bei Neurodermitis sind oftmals mit starken Einschränkungen der Speisenauswahl und damit auch der Lebensqualität verbunden. Daher ist es sinnvoll, diese kritisch zu hinterfragen.

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Das Helmholtz Zentrum München verfolgt als Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt das Ziel, personalisierte Medizin für die Diagnose, Therapie und Prävention weit verbreiteter Volkskrankheiten wie Diabetes mellitus, Allergien und chronische Lungenerkrankungen zu entwickeln. Dafür untersucht es das Zusammenwirken von Genetik, Umweltfaktoren und Lebensstil.

Der Allergieinformationsdienst behandelt über sein laufendes Angebot hinaus jeden Monat besondere Schwerpunktthemen: Einzelne Krankheitsbilder werden ausführlich erklärt, spezielle Therapie-Ansätze näher beleuchtet oder besondere Formen der Diagnostik im Detail vorgestellt. Im August 2019 werden etwaige Zusammenhänge von Neurodermitis und Ernährung erläutert. 

Juni 2019: Projekt BIOMAP gestartet

Neurodermitis und Schuppenflechte präziser behandeln

Renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Bereich Klinik und Grundlagenforschung haben sich im EU-geförderten Projekt BIOMAP (Biomarkers in Atopic Dermatitis and Psoriasis) zusammengeschlossen. An der öffentlich-privaten Partnerschaft sind neben 26 Partnerinstitutionen aus dem akademischen Bereich auch fünf forschende Unternehmen der pharmazeutischen Industrie und fünf Patientenorganisationen beteiligt. An der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) zählen die Medizinische Fakultät, das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH), Campus Kiel und der Exzellenzcluster „Precision Medicine in ChronicInflammation“ (PMI) dazu. Die europäische „Innovative Medicine Initiative“(IMI) sowie die teilnehmenden Pharmaunternehmen stellen für das fünfjährige Projekt insgesamt 20,8 Millionen Euro zur Verfügung. mehr lesen

 
Auch der Norddeutsche Rundfunk (NDR) berichtete über das Projekt BIOMAP: 

Kieler Forscher wollen Neurodermitis heilen

Neurodermitis ist nicht nur eine sehr quälende Hauterkrankung, sondern auch eine sehr häufige: Ungefähr jedes fünfte Kind leidet an Neurodermitis. Bei den Erwachsenen sind bis zu drei Prozent betroffen. Die Ursachen sind nicht zweifelsfrei geklärt und es gibt keine zuverlässig wirksame Therapie. Das soll sich jetzt ändern. Das europäische Forschungsprojekt Biomap unter Leitung des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) will eine wirksame Therapie mit Antikörpern entwickeln. 

 

August 2019: Deutsche Haut- und Allergiehilfe e.V.

Mehr als jeder zweite Patient mit schwerer Neurodermitis wird jedes Jahr mindestens einen Tag aufgrund seines Hautleidens krankgeschrieben. Jeder Vierte fehlt deswegen mehr als eine Woche im Jahr bei der Arbeit oder im Studium. Das hat eine europaweite Umfrage gezeigt. Die European Federation of Allergy and Airways Diseases Patients‘ Associations (EFA) führte im Jahr 2018 unter 1189 erwachsenen Patienten mit schwerer Neurodermitis in neun europäischen Ländern eine Befragung durch. Entzündungen, ständiges Jucken, Kratzattacken und Schlafprobleme gehören für die Betroffenen zum Alltag. Das hat auch im Berufsleben erhebliche Auswirkungen: Phasenweise sind die Patienten nicht in der Lage zu arbeiten oder zu studieren. 13 Prozent der Befragten kommen aufgrund ihrer Hauterkrankung jedes Jahr auf mehr als elf Fehltage. Mitunter sind die Symptome so schwerwiegend, dass sie eine stationäre Behandlung erfordern. Im Jahr 2017 wurden je nach Land zwischen 20 und 60 Prozent der Umfrageteilnehmer für mehrere Tage im Krankenhaus behandelt; in Deutschland sind es 43 Prozent.
 

 

 

 

26.05.2019

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Gesellschaft für Pädiatrische Allergologie und Umweltmedizin e.V. (GPA)

Strategien für Diagnose und Therapie praxisnah dargestellt:

  • Neurodermitis und Begleiterkrankungen.
  • Kutane Komplikationen: Infektionen mit Viren, Bakterien oder Pilzen.
  • Allergologische Diagnostik bei Atopischem Ekzem im Kindesalter.
  • Reinigung der Haut und die Behandlung mit hydratisierenden und rückfettenden, wirkstofffreien Externa.
  • Neue Wirkstoffe zur Behandlung des Atopischen Ekzems im Kindesalter

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Pädiatrische Allergologie in Klinik und Praxis, Sonderheft „Neurodermitis“
Herausgeber: Gesellschaft für Pädiatrische Allergologie und Umweltmedizin e.V., Rathausstraße 10, 52072 Aachen,
Tel. 0241/9800-486, Fax 0241/9800-259, gpa.ev@t-online.de
ISSN:2364-3455
Stand: September 2017
 

Neurodermitis im Frühjahr

Pollenflug im Frühjahr ist vielen Neurodermitikern ein Graus. Was dagegen tun?

 

Neurodermitis + Impfungen

Experten empfehlen, Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Neurodermitis regulär zu impfen. Bei akuter Verschlechterung des Hautzustandes wird jedoch geraten, Impfungen bis zur Stabilisierung des Hautbefundes zu verschieben.

Neurodermitis + Sport

Grundsätzlich ist es sinnvoll, wenn auch Neurodermitiker Sport treiben. Allerdings sollten einige Dinge beachtet werden, damit sich sportliche Betätigung nicht negativ auf den Hautzustand auswirkt.

Lese-Empfehlung

Jucken ade – Richtig essen bei Neurodermitis

Was tun gegen Hausstaubmilben?

Der Kot von Hausstaubmilben ist eine der häufigsten Allergie auslösenden Substanzen:

Was vor der Wahl eines Haustieres bedacht werden sollte.

Experten raten meist von Haustieren wie Katzen, Kaninchen und Meerschweinchen ab, falls auch nur ein Familienmitglied bereits von einer Allergie oder Neurodermitis betroffen ist oder war. Daher sollten sich betroffene Singles, Paare und Familien von einem Hautarzt/Allergologen beraten lassen, bevor sie sich ein Tier anschaffen.