Aktuelles aus Medien, Forschung und Wissenschaft

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  • Neuigkeiten aus der Wissenschaft, z.B. Studien zu Neurodermitis-Therapien

  • Meldungen aus Medien zur Neurodermitis-Forschung

Viele Eltern kennen Allergierisiko ihres Babys nicht

"Jedes dritte Baby in Deutschland kommt mit einem erhöhten Allergierisiko zur Welt. Doch nur elf Prozent der jungen Eltern wissen einer Befragung1 zufolge, dass ihr Kind allergiegefährdet ist", weist die Deutsche Haut- und Allergiehilfe (DHA) in einer Pressemitteilung auf ein Informationsdefizit bei vielen  Eltern hin. Demnach seien etwa zwei von drei betroffenen Familien nicht ausreichend über das Thema informiert und verpassen möglicherweise die Chance, rechtzeitig allergievorbeugende Maßnahmen zu ergreifen. Dabei könne ein Allergiecheck in nur zwei Minuten Klarheit schaffen.

Idealerweise klären bereits Frauenärztin, Frauenarzt oder Hebamme werdende Mütter über das Allergierisiko ihres Kindes auf. So können sich die Frauen bereits in der Schwangerschaft darauf einstellen und außerdem frühzeitig das Personal der Geburtsstation informieren. Bei erhöhter Allergiegefahr ist es besonders wichtig, dass Neugeborene von der ersten Mahlzeit an voll gestillt werden. Für den Fall, dass das nicht klappt, sollte eine klinisch geprüfte hypoallergene (HA) Säuglingsnahrung bereitstehen. Herkömmliche Milchnahrung dürfen Babys mit erhöhtem Allergierisiko nicht trinken, da Kuhmilcheiweiß Allergien provozieren kann. „Schon ein Fläschchen könnte alle späteren Bemühungen um eine allergenarme Ernährung zunichtemachen“, warnt Erhard Hackler, Vorstand der Deutschen Haut- und Allergiehilfe e.V.

Kleiner Aufwand, große Wirkung

Ein guter Zeitpunkt, um das Thema Allergierisiko noch einmal zur Sprache zu bringen, ist die U3 zwischen der vierten und fünften Lebenswoche. Dort sollten Mütter ermuntert werden, ihr Kind bis zum Ende des vierten Lebensmonats zu stillen oder konsequent HA-Nahrung zu geben. Dass sich das lohnt, zeigt eine aktuelle Studie2: So kann mit einer geeigneten HA‑Nahrung etwa das Risiko, bis zum zwanzigsten Lebensjahr an Neurodermitis zu erkranken, um 41 Prozent gesenkt werden.

Allergiecheck: So geht‘s

Allergietest oder -check klingt aufwändiger, als es ist. Es wird lediglich abgefragt, ob (werdende) Mutter, Vater oder Geschwisterkind an Neurodermitis, Asthma, allergischem Schnupfen oder Nahrungsmittelallergie leiden. Damit lässt sich Allergierisiko für das jüngste Familienmitglied einschätzen. „Mit dem Ergebnis dürfen die Betroffenen natürlich nicht allein gelassen werden“, betont Hackler. „Teil des Allergiechecks muss eine Beratung über präventive Maßnahmen sein.“ Dazu gehören neben konsequent hypoallergener Ernährung in den ersten vier Lebensmonaten außerdem Nichtrauchen, ein schadstoffarmes Wohnumfeld, die Vermeidung von Übergewicht beim Kind sowie die empfohlenen Impfungen.3

Weitere Informationen zum Allergierisiko, vorbeugenden Maßnahmen und Ernährungstipps von der Schwangerschaft bis zum ersten Familienessen stellt die Deutsche Haut- und Allergiehilfe e.V. in der Broschüre „Allergien vorbeugen – gesunde Entwicklung fördern“ sowie auf der Website www.dha‑allergien‑vorbeugen.de zur Verfügung. Die Broschüre kann postalisch oder im Internet kostenfrei angefordert werden: Deutsche Haut- und Allergiehilfe e.V., Heilsbachstraße 32, 53123 Bonn.

1 Online-Befragung von 600 Eltern mit Babys 0-12 Monate im Januar-Februar 2021 bundesweit, durchgeführt von einem führenden Marktforschungsinstitut.

2 Gappa M et al. Long‐term effects of hydrolyzed formulae on atopic diseases in the GINI study, 2020 Dec 15. doi: 10.1111/all.14709

3 S3-Leitlinie Allergieprävention - Update 2014 Evidence-based and consented guideline on allergy prevention – update 2014 Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI) und der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ)

 

Als Atopie werden bestimmte allergische Erkrankungen mit einer Überempfindlichkeit auf eigentlich harmlose Substanzen bezeichnet. Neurodermitis (atopische Dermatitis) und auch allergische Rhinokonjunktivitis (Heuschnupfen) gehören dazu.

Als Atopie werden bestimmte allergische Erkrankungen mit einer Überempfindlichkeit auf eigentlich harmlose Substanzen bezeichnet. Neurodermitis (atopische Dermatitis) und auch allergische Rhinitis (Heuschnupfen) gehören dazu. Zu den atopischen Erkrankungen, auch atopischer Formenkreis genannt, zählen zudem Asthma, allergischer Schnupfen mit Bindehautentzündung (Rhinokunjunktivitis) und Hausstaubmilbenallergie. Diese Erkrankungsformen können entweder allein, nacheinander oder gleichzeitig auftreten.

05/2021

Mit Hauterkrankungen besser zum Hautarzt

Fotocredit: PhotoAlto Baby care

Eine aktuelle Datenanalyse der Techniker Krankenkasse hat ergeben, dass viele Patienten wegen ihrer Neurodermitis nicht zum Hautarzt gehen, sondern etwa zum Allgemeinmediziner. Das Problem dabei: Sie werden häufig nicht nach den aktuell geltenden Empfehlungen behandelt und erhalten deutlich seltener innovative Medikamente als Patienten, die vom Dermatologen betreut werden.

Die Ergebnisse der Datenanalyse sind im „Neurodermitisreport“ nachzulesen. Dabei fällt auf: Rund zwei Drittel (63 Prozent) der Patienten, die neu an Neurodermitis erkranken, gehen zur Abklärung der Symptome nicht zum Hautarzt. Und wenn doch, wechseln viele im Laufe der Zeit – meist zum Allgemeinmediziner. Nur ein Viertel der Neurodermitispatienten wird den Daten zufolge zwei Jahre nach Beginn der Erkrankung noch von einem Dermatologen betreut.

Innovative Therapien eher vom Hautarzt

Das ist kritisch zu sehen, denn die Daten weisen darauf hin, dass Allgemeinmediziner, Kinderärzte und Internisten hinsichtlich Medikamentenauswahl und Behandlungsdauer weniger gut mit den offiziellen Leitlinien zur Neurodermitistherapie vertraut sind als Hautärzte. Zudem sind sie viel zurückhaltender bei der Verschreibung innovativer Arzneimittel wie zum Beispiel Biologika, die seit 2017 auf dem Markt sind. Diese Wirkstoffe greifen sehr gezielt in das Entzündungsgeschehen ein und belasten das Immunsystem insgesamt viel weniger als ältere entzündungshemmende Medikamente. Solche neuen, aber auch bewährte ergänzende Behandlungsmöglichkeiten wie etwa die Phototherapie werden vornehmlich von Dermatologen verordnet.

Ersteinschätzung und dann Überweisung

„Eine Ersteinschätzung durch den Hausarzt ist bei Hautsymptomen unklarer Ursache durchaus sinnvoll“, erklärt Erhard Hackler, geschäftsführender Vorstand der Deutschen Haut- und Allergiehilfe in Bonn. „Schließlich kann auch eine organische Erkrankung dahinterstecken.“ Beim Verdacht auf eine Hautkrankheit sollte aber umgehend eine Überweisung zum Dermatologen erfolgen. „Allgemeinmediziner müssen fachlich breit aufgestellt sein. Da ist es kaum möglich, jederzeit in allen Fachgebieten auf dem neuesten Stand der Forschung zu sein“, gibt Hackler zu bedenken. „Gerade bei chronischen Erkrankungen wie Neurodermitis ist es wichtig, bestehende Therapien immer wieder kritisch zu hinterfragen und bei Bedarf andere Möglichkeiten auszuloten. Das ist Sache der Hautärzte.“

Patientenratgeber kostenfrei anfordern

Die Broschüre „Behandlung der Neurodermitis“ beschreibt Krankheitsbild, Ursachen und Formen der Neurodermitis und stellt Therapieoptionen vor. In die aktuelle Ausgabe sind neue Erkenntnisse insbesondere in der Behandlung mittelschwerer und schwerer Formen der Erkrankung bei Kindern und Erwachsenen eingeflossen. Die Broschüre kann bei der Deutschen Haut- und Allergiehilfe e.V. (DHA e.V., Heilsbachstraße 32, 53123 Bonn) kostenfrei angefordert oder im Internet heruntergeladen werden: www.dha‑neurodermitis-behandeln.de

Quelle: Deutsche Haut- und Allergiehilfe e.V.

04/2021

Neurodermitisreport: Prävention, Versorgung und Innovation

Fotocredit: PhotoAlto Baby care

Rote Flecken, trockene Haut, teils unerträglicher Juckreiz: Neurodermitis ist für Betroffene sehr belastend. Der Neurodermitisreport, den die Techniker Krankenkasse (TK) gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) und der Universität Bremen veröffentlicht, zeigt, wie viele Menschen in Deutschland von der Hauterkrankung betroffen sind, wie sie behandelt werden und was Patientinnen und Patienten beachten sollten. 

"Neurodermitis ist bei Kindern eine der häufigsten chronischen Erkrankungen und kann die Lebensqualität stark einschränken. Das ist nicht nur für die Kinder sehr belastend, sondern auch für die Eltern", sagt Dr. Jens Baas, Vorstandsvorsitzender der TK. "Deshalb ist es besonders wichtig, dass die Krankheit früh erkannt und entsprechend behandelt wird." Prof. Dr. Matthias Augustin, Facharzt für Hauterkrankungen am UKE und Mitherausgeber des Reports, betont: "Viele Betroffene verzweifeln zunächst bei der Diagnose Neurodermitis. Ärztinnen und Ärzte sind da gefragt, die Krankheit genau zu erklären und Ängste zu nehmen. Denn es gibt mittlerweile gute Therapiemöglichkeiten, die die Beschwerden lindern."

Zum Neurodermitisreport

Quelle: Techniker Krankenkasse

02/2021

Langzeitstudie: Allergie-Risiko geht durch Babys Magen

Fotocredit: PhotoAlto Baby care

Vier Monate hypoallergene Ernährung: Zwanzig Jahre geringeres Risiko für Neurodermitis

Vier Monate hypoallergene Ernährung: Zwanzig Jahre geringeres Risiko für Neurodermitis. So werden in einer Pressemitteilung des Vereins  Deutsche Haut- und Allergiehilfe (DHA)  die aktuellen Ergebnisse der weltweit größten Untersuchung zum Einfluss frühkindlicher Ernährung auf die Entwicklung von Allergien (GINI-Studie*) zusammengefasst. Dabei gilt laut DHA: „Hypoallergen“ allein reicht nicht.

Nicht jede hypoallergene (HA)-Säuglingsnahrung ist gleich gut zur Allergievorbeugung geeignet. Das haben bereits die Zwischenergebnisse der GINI-Studie nach 5, 10 und 15 Jahren gezeigt. Die abschließende Auswertung nach 20 Jahren bestätigt diese Erkenntnis. Dabei hat so genanntes partielles Molkenhydrolysat die Nase vorn, also HA‑Säuglingsmilch auf Kuhmilchbasis, bei der die potenziell allergenen Eiweißbereiche nur teilweise aufgespalten wurden: Es reduziert im Vergleich zu herkömmlicher Säuglingsnahrung das Risiko, bis zum zwanzigsten Lebensjahr an Neurodermitis zu erkranken, um 41 Prozent. Erstmals zeigt die Studie auch einen deutlichen Effekt von partiellem Molkenhydrolysat auf das Asthmarisiko: Im Zeitraum zwischen dem 16. und 20. Lebensjahr erkrankten 56 Prozent weniger Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Asthma als in der Vergleichsgruppe.

*Die GINI-Studie (German Infant Nutritional Intervention) ist eine Langzeitbeobachtung von Kindern, die ein erhöhtes familiäres Risiko für eine spätere allergische Erkrankung haben und aus zwei Regionen Deutschlands stammen (München und Wesel jeweils mit Umgebung).Ziel der GINI-Studie war es zunächst zu untersuchen, ob mit der frühkindlichen Ernährung die Entwicklung allergischer Erkrankungen beeinflusst werden kann sowie darüber hinaus den natürlichen Verlauf atopischer Erkrankungen (Asthma, Heuschnupfen, Neurodermitis) zu beobachten. Aus Kindern wurden junge Erwachsene und weitere Forschungsthemen kamen hinzu – wie zum Beispiel seelisches Befinden, Lungenfunktion, Ernährung, Gewicht und körperliche Aktivität.

An der Auswertung nach 15 Jahren nahmen 2252 Kinder mit erhöhtem Allergierisiko teil, die in den ersten vier Lebensmonaten entweder gestillt wurden oder eine von vier Studiennahrungen erhalten hatten:

a) HA-Säuglingsnahrung mit moderat aufgespaltenem Molkenprotein (Nestlé Beba-HA)
b) HA-Säuglingsnahrung mit stark aufgespaltenem Molkenprotein (HIPP-HA, damals Nutrilon Pepti, in dieser Form nicht mehr verfügbar)
c) Therapeutische Säuglingsnahrung auf Kaseinbasis (Nutramigen)
d) Standard-Säuglingsmilch auf Kuhmilchbasis (Nutrilon Premium)

Eine deutliche (statistisch bedeutsame) Risikoreduktion wurde auch mit therapeutischer Kaseinnahrung4c erzielt. Diese ist für Säuglinge mit bestehender Allergie gegen Molkenprotein gedacht und nur in Apotheken erhältlich.

Viel hilft nicht immer viel

Für HA‑Nahrung mit stark aufgespaltenem Milcheiweiß (extensives Molkenhydrolysat) hingegen lässt sich nach den Studienergebnissen keine statistisch bedeutsame vorbeugende Wirkung belegen. Das bedeutet: Die Bezeichnung „hypoallergen“ allein ist kein verlässlicher Hinweis auf eine allergievorbeugende Wirkung. Vielmehr muss dies für jede Nahrung in seriösen wissenschaftlichen Studien belegt werden. Eine Orientierungshilfe bieten entsprechende Packungsaufdrucke.

Welche Babys brauchen überhaupt HA-Nahrung?

Viele Babys kommen aufgrund einer erblichen Vorbelastung mit einem erhöhten Allergierisiko auf die Welt. Eine der wichtigsten vorbeugenden Maßnahmen ist es, das Kind in den ersten vier Lebensmonaten konsequent hypoallergen zu ernähren. Das funktioniert am einfachsten durch Stillen, denn Muttermilch enthält so gut wie kein körperfremdes Eiweiß und kann bei Säuglingen keine Allergie gegen Milcheiweiß auslösen. So praktisch und gesund es auch ist: Nicht für jede Mutter ist Stillen eine Option. In diesem Fall brauchen allergiegefährdete Kinder hypoallergene Säuglingsnahrung (HA) mit Wirksamkeitsnachweis.

Zum Nachlesen

Der Ratgeber „Allergien vorbeugen – gesunde Entwicklung fördern“ fasst die wichtigsten relevanten Erkenntnisse aus der Forschung leicht verständlich zusammen und gibt eine Menge praktischer Ernährungstipps von der Schwangerschaft bis zum Kleinkindalter. Die Broschüre ist kostenlos und kann postalisch oder im Internet angefordert werden. Bestelladresse: Deutsche Haut- und Allergiehilfe e.V., Heilsbachstraße 32, 53123 Bonn,

www.dha-allergien-vorbeugen.de

03/2021

Per App Neurodermitis-Schüben vorbeugen

Ärzte können Anwendung der Nia-App unkompliziert empfehlen

Rund 4,5 Millionen Menschen in Deutschland leiden unter Neurodermitis. Trockene, gerötete Haut und Juckreiz begleiten die Betroffenen oft ein Leben lang. Besonders belastend: Die Symptome treten meist in Schüben auf, die für die Patienten nicht immer nachvollziehbar sind. Die smarte App Nia hilft Betroffenen und ihren Angehörigen, mögliche Auslöser zu identifizieren und Schübe von Neurodermitis so zu vermeiden. Durch eine Kooperation mit CompuGroup Medical (CGM) können Ärztinnen und Ärzte die App nun direkt aus ihrer Praxissoftware heraus empfehlen, Betroffene können sie noch leichter herunterladen.

Schübe von Neurodermitis können unterschiedliche, höchst individuelle Auslöser haben – etwa häufiges Händewaschen, bestimmte Stoffe in der Kleidung, in Kosmetika oder auch Stress. Mit Nia können Patienten den Zustand ihrer Haut dokumentieren und mögliche Auslöser verfolgen. Künftige Schübe lassen sich damit vermeiden. Die Anwendung gibt ihren Nutzern Tipps, die von Experten validiert sind und die sie sofort umsetzen können. Außerdem helfen die Erkenntnisse bei der Vorbereitung auf ein Arztgespräch.

Seit dem 28. Januar 2021 ist Nia Teil des CGM LIFE Partnerprogramms. Ärztinnen und Ärzte können die Anwendung direkt aus ihrem Arztinformationssystem (CGM TURBOMED, CGM MEDISTAR, CGM ALBIS oder CGM M1 PRO) empfehlen. Mit dem APP VERORDNUNGSCENTER stellt CompuGroup Medical allen Entwicklern von Gesundheits-Apps eine Plattform zur Verfügung, um deren Anwendungen nachhaltig in die Versorgungslandschaft zu integrieren. Patienten können sich außerdem im Health Center auf www.clickdoc.de über alle teilnehmenden Apps informieren und diese herunterladen.

Für Funktion und Inhalte der App arbeitet Nia unter anderem mit Wissenschaftlern und Ärzten zusammen. Die Co-Gründerin Dr. Reem Alneebari ist selbst Dermatologin und Mutter einer an Neurodermitis erkrankten Tochter. Das Unternehmen Nia Health ist eine Ausgründung der Charité und gehört bereits zum Leistungsportfolio mehrerer Krankenversicherungen. Zudem kooperiert Nia mit namhaften Unternehmen wie dem Kosmetikhersteller La Roche Posay. 2020 gewann die App den EIT Health Headstart Award.

„Wir sehen in der Partnerschaft ein großes Potenzial, mehr Betroffene über die starke CGM-Infrastruktur zu erreichen“, betont Tobias Seidl, Co-Gründer von Nia Health. Frank Schellmann, Area Vice President Consumer Apps & CLICKDOC bei CGM, ergänzt: „Unser Ziel ist es, mit innovativen, praxisnahen und ganzheitlichen Lösungen die Patientenversorgung zu verbessern. Hier ist Nia eine perfekte Ergänzung.“ Neben der Integration in APP VERORDNUNGSCENTER und CLICKDOC Health Center sind zukünftig weitere Ausbaustufen der Kooperation geplant.

Quelle: https://www.presseportal.de/pm/100921/4836084

02/2021

Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG)

Gründlich Hände waschen und desinfizieren in Zeiten der COVID-19-Pandemie

Die Deutsche Dermatologische Gesellschaft rät Neurodermitikern, trotz ihres Hautbarrieredefekts und der erhöhten Hautempfindlichkeit bei atopischer Dermatitis gründlich die Hände zu waschen und zu desinfizieren. "Nicht-reizende Seifenersatzstoffe (Syndets) sollten in der Intensität verwendet werden, wie sie für Seife empfohlen sind. Nach Hautreinigung und –desinfektion wird bei Patienten mit atopischer Dermatitis und empfindlicher Haut die konsequente Verwendung von rückfettenden Basistherapeutika empfohlen", heißt es in einer Pressemitteilung der DDG.

Zur Pressemitteilung:

Die Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG) ist die wissenschaftliche Fachgesellschaft deutschsprachiger Dermatologinnen und Dermatologen. Die DDG hat heute ihren Sitz in der Mitte Berlins, am Robert-Koch-Platz 7, im Gebäude der Kaiserin-Friedrich-Stiftung, dem ältesten Ärztehaus Deutschlands. Ziele der DDG sind die Förderung der wissenschaftlichen und praktischen Dermatologie, Venerologie und Allergologie und ihrer Spezialgebiete wie Andrologie, Phlebologie und Lymphologie, Proktologie, Dermato-Onkologie, dermatologischen Strahlentherapie, dermatologischen Mikrobiologie, Berufs- und Umweltdermatologie, Dermatohistologie sowie Prävention und Rehabilitation.

03/2020

 

Zur Website der DDG.

NDR-Visite

Neurodermitis: Schwarztee lindert Entzündung der Haut

Die Hautkrankheit Neurodermitis wird oft mit Kortison behandelt, um die Symptome zu lindern, vor allem den Juckreiz. Doch in einigen Fällen kann Naturheilkunde genauso gut helfen wie Medikamente. Wissenschaftlich belegt ist zum Beispiel die antibakterielle und entzündungshemmende Wirksamkeit von Johanniskraut und Süßholz. Bitterstoffe aus dem gelben Enzian oder der Weidenrinde können die Abwehrkräfte der Haut stärken, die sogenannte Hautbarriere. Die Bitterstoffe können die Hautzellen sogar anregen, die bei Menschen mit Neurodermitis fehlenden Fette zu produzieren.

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Quelle: Norddeutscher Rundfunk / NDR

07/2020

Pharmazeutische Zeitung

Mehr Hautschäden durch häufiges Händewaschen

Handhygiene ist mitentscheidend, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Allerdings kann häufiges Reinigen der Finger juckende Ekzeme hervorrufen. In geschädigter Haut können sich dann mehr Erreger einnisten, was wiederum stärkeren Juckreiz auslösen kann. Neurodermitiker sollten  - laut Pharmazeutischer Zeitung - alkoholische Händedesinfektionsmittel benutzen. 

Den ganzen Artikel lesen:

05/2020

Tipps der Deutsche Haut- und Allergiehilfe:

So wird das tägliche Eincremen nicht zur Nervenprobe

Tägliches Eincremen von Kopf bis Fuß mit einer rückfettenden Pflege ist die Basis jeder Neurodermitistherapie. Das erfordert eine gute Portion Disziplin und ist vor allem für kleine Patienten und ihre Familien eine Herausforderung. Wenn Arbeit, Homeschooling und angespannte Nerven hinzukommen, ist Stress geradezu vorprogrammiert. Die Deutsche Haut- und Allergiehilfe hat ein paar Tipps, damit es mit dem Eincremen besser klappt...

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Quelle: Deutsche Haut- und Allergiehilfe e.V.

März 2020: Ärzteblatt

Balneophototherapie wird Kassenleistung für Patienten mit Neurodermitis

Berlin – Patienten, die an mittelschwerer bis schwerer Neurodermitis leiden, können künftig Methoden der Balneophototherapie als Kassenleistung erhalten. Das hat der Gemeinsame Bundes­aus­schuss (G-BA) am 20.03.2020 entschieden. Grundlage für die Entscheidung sind Studien, die einen höheren Nutzen der Balneophototherapie gegenüber der trockenen UV-Bestrahlung bei Neurodermitis nachweisen konnten.

Die Balneophototherapie kombiniert Wannenbäder unter Zusatz verschiedener Substanzen wie Salz mit einer UV-Lichttherapie, die entweder während (synchron) oder nach dem Bad (asynchron) angewendet wird.

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Quelle: aerzteblatt.de

Januar 2020: NDR-Ernährungs-Docs:

Neurodermitis erkennen und behandeln

Behandlungsansätze müssen individuell auf den einzelnen Betroffenen abgestimmt werden. Das gilt auch für die Ernährungstherapie. Immerhin gibt es einige allgemeine Regeln: So stärkt eine ausgewogene Ernährung den Körper gegen Infekte, die wiederum Schübe auslösen können. Alkohol, Kaffee und starke Gewürze können problematisch sein, weil sie die Durchblutung der Haut steigern, was den Juckreiz verschlimmert. Auch mit schnell resorbierbarem Zucker - wie in Süßigkeiten und Weißmehlprodukten - sparsam umgehen, denn er fördert generell entzündliche Prozesse im Körper. Honig und Dicksäfte sind übrigens keine Alternative zu gewöhnlichem Zucker, das belegen Studien. Denn sie bestehen ebenso wie Haushaltszucker auch vorwiegend aus Saccharose. mehr lesen

Quelle: Norddeutscher Rundfunk / NDR

August 2019: Helmholtz Zentrum München / Allergieinformationsdienst

Neurodermitis und Ernährung: Vieles nur Mythos?

Viele Menschen nehmen an, dass Neurodermitis und Ernährung in einem Zusammenhang stehen. Dementsprechend vielfältig sind die Ratschläge, was Betroffene alles nicht oder gerade bewusst essen sollten. Die zum Teil widersprüchlichen Empfehlungen zur Ernährung bei Neurodermitis sind oftmals mit starken Einschränkungen der Speisenauswahl und damit auch der Lebensqualität verbunden. Daher ist es sinnvoll, diese kritisch zu hinterfragen.

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Das Helmholtz Zentrum München verfolgt als Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt das Ziel, personalisierte Medizin für die Diagnose, Therapie und Prävention weit verbreiteter Volkskrankheiten wie Diabetes mellitus, Allergien und chronische Lungenerkrankungen zu entwickeln. Dafür untersucht es das Zusammenwirken von Genetik, Umweltfaktoren und Lebensstil.

Der Allergieinformationsdienst behandelt über sein laufendes Angebot hinaus jeden Monat besondere Schwerpunktthemen: Einzelne Krankheitsbilder werden ausführlich erklärt, spezielle Therapie-Ansätze näher beleuchtet oder besondere Formen der Diagnostik im Detail vorgestellt. Im August 2019 werden etwaige Zusammenhänge von Neurodermitis und Ernährung erläutert. 

Juni 2019: Projekt BIOMAP gestartet

Neurodermitis und Schuppenflechte präziser behandeln

Renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Bereich Klinik und Grundlagenforschung haben sich im EU-geförderten Projekt BIOMAP (Biomarkers in Atopic Dermatitis and Psoriasis) zusammengeschlossen. An der öffentlich-privaten Partnerschaft sind neben 26 Partnerinstitutionen aus dem akademischen Bereich auch fünf forschende Unternehmen der pharmazeutischen Industrie und fünf Patientenorganisationen beteiligt. An der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) zählen die Medizinische Fakultät, das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH), Campus Kiel und der Exzellenzcluster „Precision Medicine in ChronicInflammation“ (PMI) dazu. Die europäische „Innovative Medicine Initiative“(IMI) sowie die teilnehmenden Pharmaunternehmen stellen für das fünfjährige Projekt insgesamt 20,8 Millionen Euro zur Verfügung. mehr lesen

 
Auch der Norddeutsche Rundfunk (NDR) berichtete über das Projekt BIOMAP: 

Kieler Forscher wollen Neurodermitis heilen

Neurodermitis ist nicht nur eine sehr quälende Hauterkrankung, sondern auch eine sehr häufige: Ungefähr jedes fünfte Kind leidet an Neurodermitis. Bei den Erwachsenen sind bis zu drei Prozent betroffen. Die Ursachen sind nicht zweifelsfrei geklärt und es gibt keine zuverlässig wirksame Therapie. Das soll sich jetzt ändern. Das europäische Forschungsprojekt Biomap unter Leitung des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) will eine wirksame Therapie mit Antikörpern entwickeln. 

 

August 2019: Deutsche Haut- und Allergiehilfe e.V.

Mehr als jeder zweite Patient mit schwerer Neurodermitis wird jedes Jahr mindestens einen Tag aufgrund seines Hautleidens krankgeschrieben. Jeder Vierte fehlt deswegen mehr als eine Woche im Jahr bei der Arbeit oder im Studium. Das hat eine europaweite Umfrage gezeigt. Die European Federation of Allergy and Airways Diseases Patients‘ Associations (EFA) führte im Jahr 2018 unter 1189 erwachsenen Patienten mit schwerer Neurodermitis in neun europäischen Ländern eine Befragung durch. Entzündungen, ständiges Jucken, Kratzattacken und Schlafprobleme gehören für die Betroffenen zum Alltag. Das hat auch im Berufsleben erhebliche Auswirkungen: Phasenweise sind die Patienten nicht in der Lage zu arbeiten oder zu studieren. 13 Prozent der Befragten kommen aufgrund ihrer Hauterkrankung jedes Jahr auf mehr als elf Fehltage. Mitunter sind die Symptome so schwerwiegend, dass sie eine stationäre Behandlung erfordern. Im Jahr 2017 wurden je nach Land zwischen 20 und 60 Prozent der Umfrageteilnehmer für mehrere Tage im Krankenhaus behandelt; in Deutschland sind es 43 Prozent.
 

 

 

 

26.05.2019

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Gesellschaft für Pädiatrische Allergologie und Umweltmedizin e.V. (GPA)

Strategien für Diagnose und Therapie praxisnah dargestellt:

  • Neurodermitis und Begleiterkrankungen.
  • Kutane Komplikationen: Infektionen mit Viren, Bakterien oder Pilzen.
  • Allergologische Diagnostik bei Atopischem Ekzem im Kindesalter.
  • Reinigung der Haut und die Behandlung mit hydratisierenden und rückfettenden, wirkstofffreien Externa.
  • Neue Wirkstoffe zur Behandlung des Atopischen Ekzems im Kindesalter

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Pädiatrische Allergologie in Klinik und Praxis, Sonderheft „Neurodermitis“
Herausgeber: Gesellschaft für Pädiatrische Allergologie und Umweltmedizin e.V., Rathausstraße 10, 52072 Aachen,
Tel. 0241/9800-486, Fax 0241/9800-259, gpa.ev@t-online.de
ISSN:2364-3455
Stand: September 2017
 

Neurodermitis im Frühjahr

Pollenflug im Frühjahr ist vielen Neurodermitikern ein Graus. Was dagegen tun?

 

Neurodermitis + Impfungen

Experten empfehlen, Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Neurodermitis regulär zu impfen. Bei akuter Verschlechterung des Hautzustandes wird jedoch geraten, Impfungen bis zur Stabilisierung des Hautbefundes zu verschieben.

Neurodermitis + Sport

Grundsätzlich ist es sinnvoll, wenn auch Neurodermitiker Sport treiben. Allerdings sollten einige Dinge beachtet werden, damit sich sportliche Betätigung nicht negativ auf den Hautzustand auswirkt.

Lese-Empfehlung

Jucken ade – Richtig essen bei Neurodermitis

Was tun gegen Hausstaubmilben?

Der Kot von Hausstaubmilben ist eine der häufigsten Allergie auslösenden Substanzen:

Was vor der Wahl eines Haustieres bedacht werden sollte.

Experten raten meist von Haustieren wie Katzen, Kaninchen und Meerschweinchen ab, falls auch nur ein Familienmitglied bereits von einer Allergie oder Neurodermitis betroffen ist oder war. Daher sollten sich betroffene Singles, Paare und Familien von einem Hautarzt/Allergologen beraten lassen, bevor sie sich ein Tier anschaffen.