Aktuelles aus Medien, Forschung und Wissenschaft

Auf dieser Seite lesen Sie:

  • Neuigkeiten aus der Wissenschaft, z.B. über Studien zu Neurodermitis-Therapien
  • Meldungen aus Medien zur Neurodermitis-Forschung

Juli 2020: NDR-Visite

Neurodermitis: Schwarztee lindert Entzündung der Haut

Die Hautkrankheit Neurodermitis wird oft mit Kortison behandelt, um die Symptome zu lindern, vor allem den Juckreiz. Doch in einigen Fällen kann Naturheilkunde genauso gut helfen wie Medikamente. Wissenschaftlich belegt ist zum Beispiel die antibakterielle und entzündungshemmende Wirksamkeit von Johanniskraut und Süßholz. Bitterstoffe aus dem gelben Enzian oder der Weidenrinde können die Abwehrkräfte der Haut stärken, die sogenannte Hautbarriere. Die Bitterstoffe können die Hautzellen sogar anregen, die bei Menschen mit Neurodermitis fehlenden Fette zu produzieren.

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Quelle: Norddeutscher Rundfunk / NDR

Mai 2020: Pharmazeutische Zeitung

Mehr Hautschäden durch häufiges Händewaschen

Handhygiene ist mitentscheidend, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Allerdings kann häufiges Reinigen der Finger juckende Ekzeme hervorrufen. In geschädigter Haut können sich dann mehr Erreger einnisten, was wiederum stärkeren Juckreiz auslösen kann. Neurodermitiker sollten  - laut Pharmazeutischer Zeitung - alkoholische Händedesinfektionsmittel benutzen. 

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Tipps der Deutsche Haut- und Allergiehilfe: So wird das tägliche Eincremen nicht zur Nervenprobe

 

Tägliches Eincremen von Kopf bis Fuß mit einer rückfettenden Pflege ist die Basis jeder Neurodermitistherapie. Das erfordert eine gute Portion Disziplin und ist vor allem für kleine Patienten und ihre Familien eine Herausforderung. Wenn Arbeit, Homeschooling und angespannte Nerven hinzukommen, ist Stress geradezu vorprogrammiert. Die Deutsche Haut- und Allergiehilfe hat ein paar Tipps, damit es mit dem Eincremen besser klappt...

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Quelle: Deutsche Haut- und Allergiehilfe e.V.

Hilfe per App für Neurodermitiker und Angehörige

Aus einem Gründerstipendiumsprojekt an der Berliner Charité wurde "Nia - Deine Neurodermitis-Helferin" als tägliche Begleitung für Neurodermitiker entwickelt. Patienten und Angehörige erhalten personalisierte Inhalte und Funktionen, die zu mehr Wohlbefinden verhelfen sollen.

Nia soll Neuridermitis-Patienten aller Altersstufen - und auch deren Angehörigen - den Umgang mit der Erkrankung erleichtern. Nutzer der App können u.a. Neurodermitis-Schübe, den aktuellen Zustand der Haut und Symptome wie Juckreiz oder Schlafstörungen dokumentieren.

Dazu bietet die App eine Fotodokumentation und eine SCORAD-Berechnung*, mit der sich der Schweregrad von Ekzemen darstellen lässt.

*SCORAD = Severity Scoring of Atopic Dermatitis". Der SCORAD ist ein international akzeptierter  Messwert zur standardisierten Beurteilung des Hautzustandes und des Ausprägungsgrades des atopischen Ekzems

Nia bietet fundierte Informationen und praktische Umsetzungshilfen für die Anwendung verordneter Therapien. Dabei orientieren sich die  Inhalte am Neurodermitis-Schulungsprogramm der Arbeitsgemeinschaft Neurodermitisschulung (AGNES eV.).

Die Mission von Nia Health:

Dazu heißt es auf der Nia-Website: "Wir nutzen Technologie als Bindeglied zwischen medizinischer Betreuung und Patient. Somit ermöglichen wir die optimale Versorgung für alle chronisch Erkrankten  – unabhängig von Ort und Zeit."

 

Weitere Informationen unter https://www.nia-health.de

März 2020: Ärzteblatt

Balneophototherapie wird Kassenleistung für Patienten mit Neurodermitis

Berlin – Patienten, die an mittelschwerer bis schwerer Neurodermitis leiden, können künftig Methoden der Balneophototherapie als Kassenleistung erhalten. Das hat der Gemeinsame Bundes­aus­schuss (G-BA) am 20.03.2020 entschieden. Grundlage für die Entscheidung sind Studien, die einen höheren Nutzen der Balneophototherapie gegenüber der trockenen UV-Bestrahlung bei Neurodermitis nachweisen konnten.

Die Balneophototherapie kombiniert Wannenbäder unter Zusatz verschiedener Substanzen wie Salz mit einer UV-Lichttherapie, die entweder während (synchron) oder nach dem Bad (asynchron) angewendet wird.

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Quelle: aerzteblatt.de

Januar 2020: NDR-Ernährungs-Docs:

Neurodermitis erkennen und behandeln

Behandlungsansätze müssen individuell auf den einzelnen Betroffenen abgestimmt werden. Das gilt auch für die Ernährungstherapie. Immerhin gibt es einige allgemeine Regeln: So stärkt eine ausgewogene Ernährung den Körper gegen Infekte, die wiederum Schübe auslösen können. Alkohol, Kaffee und starke Gewürze können problematisch sein, weil sie die Durchblutung der Haut steigern, was den Juckreiz verschlimmert. Auch mit schnell resorbierbarem Zucker - wie in Süßigkeiten und Weißmehlprodukten - sparsam umgehen, denn er fördert generell entzündliche Prozesse im Körper. Honig und Dicksäfte sind übrigens keine Alternative zu gewöhnlichem Zucker, das belegen Studien. Denn sie bestehen ebenso wie Haushaltszucker auch vorwiegend aus Saccharose. mehr lesen

Quelle: Norddeutscher Rundfunk / NDR

August 2019: Helmholtz Zentrum München / Allergieinformationsdienst

Neurodermitis und Ernährung: Vieles nur Mythos?

Viele Menschen nehmen an, dass Neurodermitis und Ernährung in einem Zusammenhang stehen. Dementsprechend vielfältig sind die Ratschläge, was Betroffene alles nicht oder gerade bewusst essen sollten. Die zum Teil widersprüchlichen Empfehlungen zur Ernährung bei Neurodermitis sind oftmals mit starken Einschränkungen der Speisenauswahl und damit auch der Lebensqualität verbunden. Daher ist es sinnvoll, diese kritisch zu hinterfragen.

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Das Helmholtz Zentrum München verfolgt als Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt das Ziel, personalisierte Medizin für die Diagnose, Therapie und Prävention weit verbreiteter Volkskrankheiten wie Diabetes mellitus, Allergien und chronische Lungenerkrankungen zu entwickeln. Dafür untersucht es das Zusammenwirken von Genetik, Umweltfaktoren und Lebensstil.

Der Allergieinformationsdienst behandelt über sein laufendes Angebot hinaus jeden Monat besondere Schwerpunktthemen: Einzelne Krankheitsbilder werden ausführlich erklärt, spezielle Therapie-Ansätze näher beleuchtet oder besondere Formen der Diagnostik im Detail vorgestellt. Im August 2019 werden etwaige Zusammenhänge von Neurodermitis und Ernährung erläutert. 

Juni 2019: Projekt BIOMAP gestartet

Neurodermitis und Schuppenflechte präziser behandeln

Renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Bereich Klinik und Grundlagenforschung haben sich im EU-geförderten Projekt BIOMAP (Biomarkers in Atopic Dermatitis and Psoriasis) zusammengeschlossen. An der öffentlich-privaten Partnerschaft sind neben 26 Partnerinstitutionen aus dem akademischen Bereich auch fünf forschende Unternehmen der pharmazeutischen Industrie und fünf Patientenorganisationen beteiligt. An der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) zählen die Medizinische Fakultät, das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH), Campus Kiel und der Exzellenzcluster „Precision Medicine in ChronicInflammation“ (PMI) dazu. Die europäische „Innovative Medicine Initiative“(IMI) sowie die teilnehmenden Pharmaunternehmen stellen für das fünfjährige Projekt insgesamt 20,8 Millionen Euro zur Verfügung. mehr lesen

 
Auch der Norddeutsche Rundfunk (NDR) berichtete über das Projekt BIOMAP: 

Kieler Forscher wollen Neurodermitis heilen

Neurodermitis ist nicht nur eine sehr quälende Hauterkrankung, sondern auch eine sehr häufige: Ungefähr jedes fünfte Kind leidet an Neurodermitis. Bei den Erwachsenen sind bis zu drei Prozent betroffen. Die Ursachen sind nicht zweifelsfrei geklärt und es gibt keine zuverlässig wirksame Therapie. Das soll sich jetzt ändern. Das europäische Forschungsprojekt Biomap unter Leitung des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) will eine wirksame Therapie mit Antikörpern entwickeln. 

August 2019: Deutsche Haut- und Allergiehilfe e.V.

Mehr als jeder zweite Patient mit schwerer Neurodermitis wird jedes Jahr mindestens einen Tag aufgrund seines Hautleidens krankgeschrieben. Jeder Vierte fehlt deswegen mehr als eine Woche im Jahr bei der Arbeit oder im Studium. Das hat eine europaweite Umfrage gezeigt. Die European Federation of Allergy and Airways Diseases Patients‘ Associations (EFA) führte im Jahr 2018 unter 1189 erwachsenen Patienten mit schwerer Neurodermitis in neun europäischen Ländern eine Befragung durch. Entzündungen, ständiges Jucken, Kratzattacken und Schlafprobleme gehören für die Betroffenen zum Alltag. Das hat auch im Berufsleben erhebliche Auswirkungen: Phasenweise sind die Patienten nicht in der Lage zu arbeiten oder zu studieren. 13 Prozent der Befragten kommen aufgrund ihrer Hauterkrankung jedes Jahr auf mehr als elf Fehltage. Mitunter sind die Symptome so schwerwiegend, dass sie eine stationäre Behandlung erfordern. Im Jahr 2017 wurden je nach Land zwischen 20 und 60 Prozent der Umfrageteilnehmer für mehrere Tage im Krankenhaus behandelt; in Deutschland sind es 43 Prozent.
 
 

 

 

 

26.05.2019

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Gesellschaft für Pädiatrische Allergologie und Umweltmedizin e.V. (GPA)

Strategien für Diagnose und Therapie praxisnah dargestellt:

  • Neurodermitis und Begleiterkrankungen.
  • Kutane Komplikationen: Infektionen mit Viren, Bakterien oder Pilzen.
  • Allergologische Diagnostik bei Atopischem Ekzem im Kindesalter.
  • Reinigung der Haut und die Behandlung mit hydratisierenden und rückfettenden, wirkstofffreien Externa.
  • Neue Wirkstoffe zur Behandlung des Atopischen Ekzems im Kindesalter

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Pädiatrische Allergologie in Klinik und Praxis, Sonderheft „Neurodermitis“
Herausgeber: Gesellschaft für Pädiatrische Allergologie und Umweltmedizin e.V., Rathausstraße 10, 52072 Aachen,
Tel. 0241/9800-486, Fax 0241/9800-259, gpa.ev@t-online.de
ISSN:2364-3455
Stand: September 2017
 
 
 
 
 
  

Neurodermitis + Impfungen

Experten empfehlen, Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Neurodermitis regulär zu impfen. Bei akuter Verschlechterung des Hautzustandes wird jedoch geraten, Impfungen bis zur Stabilisierung des Hautbefundes zu verschieben.

Neurodermitis + Sport

Grundsätzlich ist es sinnvoll, wenn auch Neurodermitiker Sport treiben. Allerdings sollten einige Dinge beachtet werden, damit sich sportliche Betätigung nicht negativ auf den Hautzustand auswirkt.

Neurodermitis in der kalten Jahreszeit.

Worauf Neurodermitiker im Herbst und im Winter achten sollten.

Lese-Empfehlung

Jucken ade – Richtig essen bei Neurodermitis

Was tun gegen Hausstaubmilben?

Der Kot von Hausstaubmilben ist eine der häufigsten Allergie auslösenden Substanzen:

Was vor der Wahl eines Haustieres bedacht werden sollte.

Experten raten meist von Haustieren wie Katzen, Kaninchen und Meerschweinchen ab, falls auch nur ein Familienmitglied bereits von einer Allergie oder Neurodermitis betroffen ist oder war. Daher sollten sich betroffene Singles, Paare und Familien von einem Hautarzt/Allergologen beraten lassen, bevor sie sich ein Tier anschaffen.